Adepta Sororitas: Wieder nur ein Build oder Variabilität? (1)

Eine Sororitas Armee mit der WD Liste konnte man anhand einer kurzen Checkliste abhaken: St. Celestine mit Seraphim, zwei Standardeinheiten, Dominions und Exorzisten. Eventuell gab es ein paar Abwandlungen wie Kyrinov mit einem 20er Mob oder Retributors mit schweren Boltern, aber grundsätzlich unterschieden sich die Armeen nicht stark voneinander.

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Wie sieht es nun also mit dem Codex: Adepta Sororitas (2013) aus? Ist St. Celestine, über deren Nerf sich im Netz zahlreich beschwert worden war, immer noch die einzige HQ-Auswahl, die es zu beachten gilt oder kommen die Canoness oder Uriah Jacobus öfter zum Zug?

In diesem Artikel werde ich mich mit St. Celestine beschäftigen und die anderen HQ-Auswahlen in späteren Artikeln betrachten. Dies soll kein allumfassender Guide werden, sondern basiert auf ersten Überlegungen und Erfahrungen mit dem neuen Codex.

Die lebende Heilige ist trotz der Änderungen immer noch eine starke Auswahl mit Vor- und Nachteilen. Sie wurde teurer und kehrt nur noch einmal zurück auf das Spielfeld, was sie nicht mehr als automatische Auswahl qualifiziert, um den Gegner zu nerven und den Punkt für den Kriegsherrn zu verweigern. Sie hat jedoch auch gewonnen, was bisher wenig thematisiert wurde. So verfügt St. Celestine jetzt über Hit&Run und benötigt die Seraphim nicht mehr dafür. Ferner schlägt sie jetzt im Nahkampf mit Stärke 5 zu und darf einen Trefferwurf wiederholen, was in meinen Augen besser ist als die 4+ Verwundung, die sie davor hatte, trotz der steigenden Zahl Monströser Kreaturen auf dem Spielfeld. Wie alle BCM der 6. Edition verfügt sie über eine feste Kriegsherrenfertigkeit und verteilt ihrem MW 10 an alle befreundeten Einheiten innerhalb von 12″. erlaubt allen Einheiten innerhalb von 12″ ihre Tests für Glaubensakte und Kriegshymnen auf MW 10 zu machen, was ihre Erfolgsaussichten erhöhten. Damit ist sie prädestiniert als Anführerin einer Sturm-Armee, die geschlossen auf den Feind zumarschiert.

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Mit St. Celestine im Kopf wird eine Streitmacht gebaut, die aggressiv nach vorn geht, z.B.

HQ (135pts)

Saint Celestine (135pts)

Troops (280pts)

Battle Sister Squad (140pts): 4x Battle Sister, Meltagun, Meltagun, Sister Superior; Immolator, Twin-linked Multi-melta

Battle Sister Squad (140pts): 4x Battle Sister, Meltagun, Meltagun, Sister Superior; Immolator, Twin-linked Multi-melta

Fast Attack (185pts)

Seraphim Squad (185pts): 9x Seraphim, 2x Two Hand Flamers, Seraphim Superior, Bolt Pistol, Plasma Pistol

 Heavy Support (125pts)

Exorcist (125pts)

Durch die neuen Punktkosten bei Retributors und dem Exorcist führt an dem Panzer nun kein Weg mehr vorbei. Der Rest rückt mit St. Celestine vor, wobei die Immolatoren die Seraphim und die Heilige abschirmen. Die Armee kann durch weitere Standardeinheiten zu je 5 Schwestern oder scoutende/ flankende Dominions ergänzt werden. Die hohe Zahl an Trupps und den MW 10, den St. Celestine in ihrer Nähe verleiht, laufen die Sororitas nicht davon und überfordern die feindliche Feuerkraft, da zuviel Kraft aufgewendet werden muss, um die Fahrzeuge und kleinen Trupps zu eliminieren. Prinzipiell kann eine solche Streitmacht als Immolator-Spam zusammengefasst werden und hat eine gute Feuerkraft auf kurze Reichweite. Die Immolatoren bringen aber die Optionen Loud Hailer mit, die durch ihren Wiederholungswurf die Kriegsherrenfertigkeit von St. Celestine unnötig machen können. Die Schwäche des Aufbaus liegt in der mittleren Reichweite, da zwischen 12″ und 36″ eigentlich nur die Exorcists aktiv sind. Auch ist MSU (Multiple Small Units) nichts neues und extrem starkes, vor allem wenn die Punkte für die Veteranin gespart worden sind und die Trupps nur MW 8 haben.

Den gegensätzlichen Ansatz mit vielen Priestern und großen Trupps furchtloser Einheiten werde ich im nächsten Artikel behandeln.

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Codex: Inquisition angekündigt!

Es geht Schlag auf Schlag bei der Black Library von Games Workshop. Als nächster exklusiv digital erhältlicher Codex wird nach dem Codex: Adepta Sororitas jetzt der Codex: Inquisition erscheinen! Über Details ist noch nichts bekannt, aber es wird vermutlich ein spezieller Helden&Alliierten Codex.

Quelle: Blog der BL

Bereits gestern hatte Forgeworld dem Codex vorgegriffen und von alliierten Sororitas für Space Marines gesprochen, sofern ein Inquisitor die Schwestern anführt. Daher scheint der Codex: Inquisition Helden und Einheiten zu enthalten, die in anderen Armeen eingesetzt werden sollen, ohne dabei als Alliierte zu gelten. Die BL schreibt dazu:

A full codex, packed with background and artwork on the forces of the Imperium’s most secretive and powerful organization. You’ll soon be able to field an Inquisitor and their retinue in any Imperial army in games of Warhammer 40,000. 

Neues Stadtset für Dropzone Commander – es wird schmutzig!

Neben den „neuen“ Sororitas für Wh40k gibt es auch für Dropzone Commander neue Spielzeuge. In diesem Fall ist es gleich ein komplettes Stadtset – das Ruinscape Set mit einer alten, verwitterten Stadt anstatt den neu wirkenden Gebäuden aus dem bekannten Set.

Das Set wird preislich bei 30 Pound oder 37,90€ liegen und dafür 20 Gebäude und genug Bodenpläne für ein 180 x 120 cm großes Spielfeld bieten.

Hawk Wargames werden auch auf der SPIEL 2013 in Essen am Wochenende zu finden sein und neben diesem Set bringen sie auch einige Modelle für die Resistance mit, die es eklusiv im Pre-Sale geben wird (solange der Vorrat reicht).

Adepta Sororitas die perfekten Alliierten für die Imperiale Armee?

Der Codex: Adepta Sororitas liest sich ein wenig wie ein designiertes Alliiertenkontingent und weniger wie der Codex einer eigenständigen Armee. Neben Spezialwaffen und den bereits Angst verursachten Condemnor-Boltern können die Streitkräfte der Ecclesiarchy vor allem die Sonderregel „furchtlos“ verteilen. Da sie nur einen Battlebrother (die Imperiale Armee) haben, soll sich die Analyse auch nur auf diese stützen (Space Marines verbünden sich ja lieber mit Tau als mit den Frauen ihres eigenen Volkes).

Ein Kontingent Sororitas als Alliierte bringt neben den obligatorischen Schwestern mit ihren vielen Spezialwaffen (bis zu 13 Melter oder Flammenwerfer bei 21 Sororitas verteilt auf vier Trupps) auch bis zu fünf Priester mit. Im Gegensatz zum Codex: Eldar gibt es bei der Auswahl keine Unterscheidung zwischen Haupt- und Alliiertenkontingent.

Was also macht die Priester für die Imperiale Armee so attraktiv? In erster Linie, dass sie Zeloten sind und damit furchtlos. Die beiden 50er Gewaltmobs sollen die Stellung halten – pack einen oder zwei AS Priester rein, so dass die Kommissare keine Sergeants mehr umlegen müssen. Im Nahkampf blühen die Priester und ihr Trupp erst richtig auf, da ihre Sonderregel „Zelot“ noch einen weiteren Effekt hat – die Sonderregel „Hass“ für die gesamte Einheit. Natürlich genügt dies nicht, denn die Priester, von denen auch gerne mehrere in einem Trupp sein können, können auch noch Kampfhymnen anstimmen,  die so nette Effekte wie wiederholbare Schutz- und Verwundungswürfe mit sich bringen. Im Gegenzug zu den Priestern aus dem Codex: Imperiale Armee funktioniert dies auch alles mit Ogryns. Ach ja, falls es noch nicht gesagt wurde – der dermaßen stark buffende Priester kostet nur 25 Punkte!

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Richtig spaßig wird es, wenn man in der Mitte der imperialen Gewaltmobs Uriah Jacobus zu stehen hat, denn der Oberste Priester im Codex: Adepta Sororitas kann nicht nur das Selbe wie seine non-BCM Kollegen, sondern verteilt an alle befreundeten Einheiten innerhalb von 12″ die Sonderregeln „Furchtlos“ und „Gegenschlag“. Die Priester verwandeln einen normalen imperialen Soldaten in eine Einheit, die +1 Attacke bekommt wenn sie angegriffen wird und im Nahkampf alle Treffer-, Schadens- und Schutzwürfe wiederholen kann und nicht davon läuft! Wenn man St. Celestine anstelle von Jacobus mitnimmt, kann mit dem Trupp auch Hit&Run Attacken durch das „Zurückfallen“ der Heiligen mit Initiative 7 machen.

Ach ja, für jeden Priester darf man auch einen Trupp Gefolge mitnehmen, bestehend aus Kreuzritter, Todeskult-Assassinen oder Flagellanten.

Letztlich ermöglicht der Codex: Adepta Sororitas eine stationäre, furchtlose Imperiale Armee im Hinterland, die den Feind aus der Ferne beschießt, während die Schwestern in ihren Servorrüstungen vorrücken und wertet den Codex: Imperiale Armee durchaus auf, wenn man gewillt ist die Schwestern des Adepta Sororitas als Alliierte zu spielen.

Erstes, allgemeines Review: Codex Adepta Sororitas (2013)

Codex: Adepta Sororitas
Codex: Adepta Sororitas

Als erster exklusiv digital vertriebener Codex von Games Workshop ist das neue Buch der Schwesternschaft einen besonderen Blick wert. Die über die Black Library gekaufte Variante kann als epub- oder mobi-Datei geladen werden und funktioniert mit jedem eBook-Reader oder Kindle(-Software) auf dem Tablet, Smartphone oder dem PC.

Die digitale Variante hat 179 Seiten und beginnt mit der Hintergrundsektion, welche die Ursprünge des Adepta Sororitas und die sechs großen Orden näher erläutert, ohne dabei ins Detail zu gehen. Das Kapitel wird durch Erläuterungen mehrerer Glaubenskriege abgeschlossen und der nächste Bereich, „The Sisterhod at war“, beinhaltet auf 57 Seiten die Beschreibungen aller Einheiten, die Rüstkammer, die Kriegsherrentabelle und Sonderregeln des Adepta Sororitas.

Hier zeichnen sich auch deutlich große Änderungen zur White Dwarf Liste ab, so wurde St. Celestine nicht nur teurer, sondern kehrt auch nur einmal ins Leben zurück und das Glaubensaktsystem mit W6 Punkten pro Spielzug ist einem one-use-only Ansatz auf Truppebene gewichen. Durch Ausrüstung und Besondere Charaktermodelle kann der eigentlich nur einmalig durchführbare Glaubensakt auch zwei oder dreimal pro Spiel probiert werden. Die starren Glaubensakte sind weiter fest ihren Trupps zugeordnet und bringen der Einheit verschiedene Vorteile in Form von Sonderregeln.

Eine variablere Sonderform steuern die Priester bei, da diese wiederholt im Nahkampf eine von drei Kampfhymnen anstimmen können, die verschiedene Vorteile wie Wiederholungswürfe auf Schadens- oder Schutzwürfe gewähren. Die Geistlichen und die Principalis haben Zugriff auf sieben einzigartige Relikte.

Die folgende Galerie zeigt auf 17 Seiten die verschiedenen Einheiten des Adepta Sororitas, jedoch sehen die Bilder aus, als ob sie direkt aus dem Online-Shop stammen. Bilder von Trupps, Armeen oder alternativen Farbschemen fehlen bis auf zwei Ausnahmen.

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Die Armeeliste nimmt inklusive Referenzensektion insgesamt 45 Seiten ein und offenbart einige Änderungen gegenüber der vorherigen Inkarnation. Viele Punktkosten wurden verändert, so dass die Besonderen Charaktermodelle teurer, aber z.B. die Immolatoren und Priester günstiger geworden sind. Die größte Änderung dürfte jedoch die Verfügbarkeit von Spezial- und schweren Waffen durch die neue minimale Truppgröße von fünf Modellen für einen Standardtrupp Sororitas sein. Die Schwestern können theoretisch durch einen MSU-Ansatz (Multiple Small Units) mehr Melter, Flammenwerfer und Co. als klassische Bolter in die Schlacht führen und fast jede Truppführerin hat Zugriff auf Kombiwaffen, inklusive einer automatisch „Gefahren des Warp“ auslösenden Waffe gegen Psioniker. Das Thema Hexenjagd wird auch durch die armeeweite Sonderregel „Shield of Faith“ wiedergegeben, die neben einem Rettungswurf auch einen verbesserten Schutzwurf gegen Psi-Attacken bietet.

Die restlichen 30 Seiten sind der bisher nur aus den 40k Supplements bekannten Sektion „Altar of War“ gewidmet. Diese enthält drei spezielle Missionen für das Adepta Sororitas, die anstelle der Missionen aus dem Regelbuch gespielt werden können und mehr einem erzählerischen Ansatz als einen kompetitiven folgen. Statt stumpf Missionsziele zu sichern, werden Verstecke und Grüfte nach Reliquien durchsucht oder gezielt Häretiker und Ketzer gejagt. Auf den letzten Seiten kommen Anhänger apokalyptischer Schlachten in den Genuss von neuem Material in Form dreier Formationen.

 Fazit 

Der Codex Adepta Sororitas wirkt im Vergleich zu den anderen Codices der 6. Edition auf den ersten Blick ein wenig unvollständig. Die Hintergrundsektion ist kurz und beschränkt sich auf die wesentlichsten Fakten. Die im gesamten Buch zu findenden Artworks sind durchaus ganz schick anzusehen, doch die Hälfte kennt man schon von früheren Black Library und Fantasy Flight Games Publikationen. Die Vorstellung der einzelnen Einheiten und die Armeeliste kann man so auch bei den gedruckten Codices finden und gefällt, während die Galerie mit den Bilder aus dem Online-Shop enttäuscht. Die „Altar of War“ Sektion erinnert ein wenig an den Codex Hexenjäger mit seinen Gegenspielern und die Missionen sind durchaus einen Blick wert, da sie mehr Abwechslung versprechen und hervorragend zum Charakter des Adepta Sororitas passen. Diesen Bereich würde ich mir für alle künftigen Codices wünschen.

Durch die massiven Änderungen der Armeeliste kommt man als Adepta Sororitas Spieler nur schwer an diesem Buch vorbei. Wer sich jedoch mehr für Hintergrund interessiert, wie er bei den Supplements zu finden ist, ist mit einer Suche nach dem Codex Adeptus Sororitas/Sisters of Battle aus der 2. Edition besser beraten.

Ein erster Blick auf den Codex: Adepta Sororitas (2013)

Der Codex ist mittlerweile auf der Festplatte und mehrfach überflogen worden. Für eine richtige Analyse ist es natürlich noch zu früh, aber dennoch will ich einen ersten Blick wagen.

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Die Armeeliste als Herzstück wird von der Hintergrundsektion und dem Altar of War, speziellen AS Missionen und Apokalypse eingerahmt. Die Liste basiert natürlich auf dem WD, hat aber massive Änderungen erfahren.

Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick:

  • St. Celestine teurer und kommt nur noch einmal wieder
  • Glaubensakte sind weiterhin fest, jetzt jedoch one-use-only (aber Ausrüstung erhöht die Zahl  auf zwei), erfordern MW-Test
  • 5er Standardtrupps mit zwei Spezialwaffen, 5er Dominions mit vier Spezialwaffen
  • HQ-Leibgarde mit fünf Modellen und Zugriff auf Fern-, Nahkampf-, Spezial- und schwere Waffen
  • Priester mit verschiedenen Kampfhymnen für den Nahkampf
  • Shield of Faith verleiht neben dem Rettungswurf auch Adamantium Will
  • Immolatoren günstiger, Waffenupgrades kostenfrei

Weiteres in den nächsten Tagen, aber im Moment sieht es danach aus, dass eine AS Armee mehr Spezial- und schwere Waffen ins Feld führen kann als reguläre Bolter.

Review: ROTOR TYPE WING-PACK von Puppetswar

Auf der Suche nach einem alternativen Sprungmodul für meine Seraphim bin ich auf die Rotor-Jumppacks von Puppetswar gestoßen. Da ich die Qualität von PW eh testen wollte, bevor ich deren Warpbestien kaufe, habe ich eine Packung bestellt.

PW1

Die Lieferung kam innerhalb von einer Woche und statt der bestellten fünf hatte ich gleich sechs Sprungmodule im sehr gut verpackten Umschlag, der als Einschreiben kam.

Nachdem die Module von den Gussgraten ohne Probleme befreit werden konnten, ging es an den Qualitätscheck. Hier und da taucht das übliche Resinproblem auf und kleine Bereiche sind zerkratzt oder weisen eine kleine Luftblasen auf, aber die Schäden sind kaum sichtbar und im großen und ganzen ist die Qualität sehr gut.

Leider habe ich gerade keine Seraphim auf dem Maltisch, so dass eine work-in-progress Bolterschwester und ein uralter Marine für den Größenvergleich herhalten müssen. Meiner Ansicht nach passt die Größe hervorragend zu den Schwestern, obwohl ein Seraphim-Modul deutlich kleiner ist.

Am Ende habe ich das Modul noch an eine fertige Seraphim angelegt. Ohne Umbauten lassen sich die Module nicht einsetzen, da sie einen halben Zentimeter vom Körper abstehen. Das Resin lässt sich jedoch leicht schneiden, so dass die notwendigen Modifikationen problemlos möglich sein sollten.