Erstes, allgemeines Review: Codex Adepta Sororitas (2013)

Codex: Adepta Sororitas
Codex: Adepta Sororitas

Als erster exklusiv digital vertriebener Codex von Games Workshop ist das neue Buch der Schwesternschaft einen besonderen Blick wert. Die über die Black Library gekaufte Variante kann als epub- oder mobi-Datei geladen werden und funktioniert mit jedem eBook-Reader oder Kindle(-Software) auf dem Tablet, Smartphone oder dem PC.

Die digitale Variante hat 179 Seiten und beginnt mit der Hintergrundsektion, welche die Ursprünge des Adepta Sororitas und die sechs großen Orden näher erläutert, ohne dabei ins Detail zu gehen. Das Kapitel wird durch Erläuterungen mehrerer Glaubenskriege abgeschlossen und der nächste Bereich, „The Sisterhod at war“, beinhaltet auf 57 Seiten die Beschreibungen aller Einheiten, die Rüstkammer, die Kriegsherrentabelle und Sonderregeln des Adepta Sororitas.

Hier zeichnen sich auch deutlich große Änderungen zur White Dwarf Liste ab, so wurde St. Celestine nicht nur teurer, sondern kehrt auch nur einmal ins Leben zurück und das Glaubensaktsystem mit W6 Punkten pro Spielzug ist einem one-use-only Ansatz auf Truppebene gewichen. Durch Ausrüstung und Besondere Charaktermodelle kann der eigentlich nur einmalig durchführbare Glaubensakt auch zwei oder dreimal pro Spiel probiert werden. Die starren Glaubensakte sind weiter fest ihren Trupps zugeordnet und bringen der Einheit verschiedene Vorteile in Form von Sonderregeln.

Eine variablere Sonderform steuern die Priester bei, da diese wiederholt im Nahkampf eine von drei Kampfhymnen anstimmen können, die verschiedene Vorteile wie Wiederholungswürfe auf Schadens- oder Schutzwürfe gewähren. Die Geistlichen und die Principalis haben Zugriff auf sieben einzigartige Relikte.

Die folgende Galerie zeigt auf 17 Seiten die verschiedenen Einheiten des Adepta Sororitas, jedoch sehen die Bilder aus, als ob sie direkt aus dem Online-Shop stammen. Bilder von Trupps, Armeen oder alternativen Farbschemen fehlen bis auf zwei Ausnahmen.

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Die Armeeliste nimmt inklusive Referenzensektion insgesamt 45 Seiten ein und offenbart einige Änderungen gegenüber der vorherigen Inkarnation. Viele Punktkosten wurden verändert, so dass die Besonderen Charaktermodelle teurer, aber z.B. die Immolatoren und Priester günstiger geworden sind. Die größte Änderung dürfte jedoch die Verfügbarkeit von Spezial- und schweren Waffen durch die neue minimale Truppgröße von fünf Modellen für einen Standardtrupp Sororitas sein. Die Schwestern können theoretisch durch einen MSU-Ansatz (Multiple Small Units) mehr Melter, Flammenwerfer und Co. als klassische Bolter in die Schlacht führen und fast jede Truppführerin hat Zugriff auf Kombiwaffen, inklusive einer automatisch „Gefahren des Warp“ auslösenden Waffe gegen Psioniker. Das Thema Hexenjagd wird auch durch die armeeweite Sonderregel „Shield of Faith“ wiedergegeben, die neben einem Rettungswurf auch einen verbesserten Schutzwurf gegen Psi-Attacken bietet.

Die restlichen 30 Seiten sind der bisher nur aus den 40k Supplements bekannten Sektion „Altar of War“ gewidmet. Diese enthält drei spezielle Missionen für das Adepta Sororitas, die anstelle der Missionen aus dem Regelbuch gespielt werden können und mehr einem erzählerischen Ansatz als einen kompetitiven folgen. Statt stumpf Missionsziele zu sichern, werden Verstecke und Grüfte nach Reliquien durchsucht oder gezielt Häretiker und Ketzer gejagt. Auf den letzten Seiten kommen Anhänger apokalyptischer Schlachten in den Genuss von neuem Material in Form dreier Formationen.

 Fazit 

Der Codex Adepta Sororitas wirkt im Vergleich zu den anderen Codices der 6. Edition auf den ersten Blick ein wenig unvollständig. Die Hintergrundsektion ist kurz und beschränkt sich auf die wesentlichsten Fakten. Die im gesamten Buch zu findenden Artworks sind durchaus ganz schick anzusehen, doch die Hälfte kennt man schon von früheren Black Library und Fantasy Flight Games Publikationen. Die Vorstellung der einzelnen Einheiten und die Armeeliste kann man so auch bei den gedruckten Codices finden und gefällt, während die Galerie mit den Bilder aus dem Online-Shop enttäuscht. Die „Altar of War“ Sektion erinnert ein wenig an den Codex Hexenjäger mit seinen Gegenspielern und die Missionen sind durchaus einen Blick wert, da sie mehr Abwechslung versprechen und hervorragend zum Charakter des Adepta Sororitas passen. Diesen Bereich würde ich mir für alle künftigen Codices wünschen.

Durch die massiven Änderungen der Armeeliste kommt man als Adepta Sororitas Spieler nur schwer an diesem Buch vorbei. Wer sich jedoch mehr für Hintergrund interessiert, wie er bei den Supplements zu finden ist, ist mit einer Suche nach dem Codex Adeptus Sororitas/Sisters of Battle aus der 2. Edition besser beraten.

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